40 Grad. Vierzig. Ich schreibe es nochmal auf, weil ich es selbst kaum glauben kann, obwohl ich jeden einzelnen dieser Tage am eigenen Leib gespürt habe.

Die letzten Tage waren für uns alle hier bei COF kein Abenteuer – sie waren ein Überlebenskampf. Und ich sage das ohne jede Übertreibung. Egal ob Zwei- oder Vierbeiner: Wir alle sind an unsere absoluten Grenzen gestoßen. Unser Hof ist gut gebaut, gut isoliert – und trotzdem hatte die Hitze irgendwann einfach gewonnen. Punkt.

Natürlich waren wir vorbereitet. Wir sind es immer. Aber was diese vier Tage trotzdem mit uns gemacht haben – das hat mich selbst überrascht.

Rund 40 kg Melonen. 5 kg Joghurt. Berge von Obst. 🍉🍓 Einfach weg. Mit Begeisterung verputzt, mit wedelnden Schwänzen begrüßt – und innerhalb von Sekunden verschwunden.

Jeden. Einzelnen. Abend. stand ich in der Küche: Melonen schneiden. Kongs befüllen. Schleckmatten vorbereiten. Einfrieren. Wassernäpfe kontrollieren – drinnen, draußen, überall. Morgens alles aufreißen, lüften, lüften, lüften, und dann alles wieder verdunkeln, um die letzte Kühle im Haus zu konservieren wie einen kostbaren Schatz.

Die ersten Tage? Hat das tatsächlich noch funktioniert.

Aber das Wochenende? Das Wochenende hat uns gezeigt, wer hier das Sagen hat – und das war nicht wir.

Die Raumtemperaturen wollten nicht mehr unter 30 Grad sinken. Die Luft stand. Absolut still. Zum Schneiden. Man hat sie fast schmecken können – diese bleierne, drückende Hitze, die sich in jeden Winkel schleicht und einfach nicht geht.

Also: Wasserschlauch raus. 💦

Und was soll ich sagen – dieser Moment hat uns alle gerettet. Die Hunde? Ausgerastet vor Freude. Wir? Mindestens genauso. Am Ende waren wir alle klatschnass, lachend, völlig erledigt und irgendwie lebendig. Die Abkühlung hielt vielleicht 60 Sekunden an. Sechzig erbärmliche Sekunden. Aber diese 60 Sekunden? Die waren unbezahlbar. ❤️

Jeden Abend saß ich da, hundemüde bis in die Knochen, und war trotzdem so unendlich dankbar. Kein Hitzschlag. Alle wohlauf. Alle da.

Dabei ist jeder Hund so anders – das vergisst man manchmal. Die einen haben sich in die kühlste Ecke verzogen und sich keinen Millimeter mehr bewegt. Und andere? Lagen seelenruhig in der prallen Sonne und haben jeden Sonnenstrahl genossen. Sogar einige Langhaar-Hunde. Ich frage mich bis heute: Wie?! 😅 Verrückte, wunderbare Welt.

In meinen Welpen-WhatsApp-Gruppen war übrigens ordentlich Betrieb: Tipps, Erfahrungen und natürlich jede Menge Bilder meiner kleinen Knöpfe in den unmöglichsten Sommerposen. Ich gebe es offen zu – auf alle mit Pool im Garten war ich mehr als nur ein kleines bisschen neidisch. 😉

Heute sollen die Temperaturen endlich wieder unter 30 Grad bleiben. Eine Verschnaufpause. Endlich.

Und ganz ehrlich – auch Michael und ich merken inzwischen sehr deutlich, dass wir keine 20 mehr sind. Die Ventilatoren helfen. Ein bisschen. Irgendwie. Aber wirklich angenehm? Weit gefehlt.

Deshalb reden wir inzwischen ernsthaft über Klimaanlagen – nicht als Luxus, sondern als das, was es wirklich ist: eine Frage der Fürsorge. Für unsere Hunde. Für uns. Die Sommer werden heißer, das ist keine Prognose mehr, das ist Realität. Und wir wollen für alle bestmöglich gerüstet sein.

Jetzt startet eine neue Woche – und ich hoffe einfach, dass wir alle heute einmal tief durchatmen können. Meine R-Knöpfe haben diese Hitzewelle gemeistert wie die Helden, die sie sind. ❤️ Ruhig, anpassungsfähig, vertrauend – von ihrer allerbesten Seite.

Das macht mich unglaublich stolz und einfach nur glücklich. 🐾🥰

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche – und passt heute gut auf euch und eure Fellnasen auf. ❤️

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