Nur einen einzigen Tag nach dem P-Wurf hat unsere wundervolle Graci beschlossen, dass nun auch für ihre kleinen Q-Knöpfe die Zeit gekommen ist, das Licht der Welt zu erblicken.
Und irgendwie hatte ich das Gefühl, sie hat meine leise Bitte vom Vorabend wirklich gehört.

Nach über 36 Stunden auf den Beinen – mit all dem normalen Alltag und der aufregenden Geburt der P-Knöpfe am Abend zuvor – war mein größter Wunsch in dieser Nacht einfach nur ein paar Stunden Schlaf. Als Graci neben mir lag, habe ich sie still gebeten, uns doch noch etwas Zeit zu schenken, um neue Kraft zu sammeln.
Und so lag sie die ganze Nacht ruhig und zufrieden an meiner Seite. Kein Zeichen, kein Laut, kein kleines Leben, das sich auf den Weg machte. Es war, als hätte sie beschlossen: Wir warten noch.

Am Morgen begann der Tag ganz gewöhnlich. Füttern für alle. Auch Graci fraß ihr Frühstück mit dem gewohnten Appetit und ihrer gelassenen Selbstverständlichkeit.
Denn wer unsere Graci kennt, weiß: Sie hält nichts von dramatischen Ankündigungen. Kein nervöses Umherlaufen, kein Hecheln, kein „Ich habe keinen Hunger“. Für sie ist Geburt etwas Natürliches, etwas Ruhiges. Fast so, als würde sie sagen: Ich weiß schon, was ich tue.

Etwa eine halbe Stunde später – ich war gerade dabei, das Futter für den Abend vorzubereiten – klingelte mein Handy. Michael war dran.
„Komm schnell – der erste Welpe von Graci ist schon da.“

Und dann begann dieses kleine Wunder, das uns jedes Mal aufs Neue tief berührt.
Im Wohnzimmer schenkte Graci einem nach dem anderen das Leben. Ruhig, sicher, instinktsicher. Die kleinen Knöpfe purzelten förmlich in unsere Welt – jeder einzelne ein Versprechen, ein neues Herz, ein kleines Stück Zukunft.

Gegen 13 Uhr war Welpe Nummer neun geboren.
Nach dem Ultraschall hatte ich ohnehin nicht mit einem allzu großen Wurf gerechnet. Ich tastete sie vorsichtig ab und war überzeugt: Wir sind fertig.
Und ehrlich gesagt – neun Welpen sind bereits ein großes Geschenk.

Der Nachmittag kehrte ein wenig Ruhe ein. Es wurde aufgeräumt, gewaschen, sortiert. Die Waschmaschinen liefen auf Hochtouren, während langsam wieder Alltag einzog.
Doch plötzlich, gegen 16 Uhr, sah ich Graci erneut in der Wurfbox pressen.

Ein Moment des Innehaltens. Ein Staunen.
Und dann war er da – Welpe Nummer zehn.
Mit etwas Verspätung, ganz in seinem eigenen Tempo, als hätte er sich bewusst entschieden, noch ein wenig länger bei seiner Mama zu bleiben.

So durften wir schließlich zehn kleine Wunder begrüßen:
schwarz-weiße Kurzhaar-Schätze, sechs Rüden und vier Hündinnen.
Alle gesund, munter und vollkommen. Genau so, wie man es sich nur wünschen kann.

Für Graci war es danach Zeit, loszulassen.
Sie bekam ihr wohlverdientes Fressen, legte sich zufrieden zu ihren Kindern und sank in einen tiefen, erschöpften, aber glücklichen Schlaf.
Es war ein großer Tag. Ein Tag voller Leben. Voller Vertrauen. Voller Liebe.

Und während wir sie so beobachteten, wurde uns einmal mehr bewusst, wie besonders diese Momente sind.
Wie viel Verantwortung, Hoffnung und Herz in jedem einzelnen Wurf steckt.

Nun beginnt sie – die Reise der kleinen Q-Knöpfe.
Ein neues Kapitel unserer Züchter-Chronik.
Ein neues Abenteuer.
Und ganz viele kleine Pfotenabdrücke, die sich für immer in unsere Herzen schreiben werden. 🐾