Einer der sensibelsten Momente in der Zucht ist nicht die Geburt.
Es ist der Abschied.
Der Moment, in dem ein Welpe die Wurfkiste verlässt und ein neues Leben beginnt – fern von allem, was er kennt. Ab diesem Moment habe ich keinen direkten Einfluss mehr. Aber ich habe Verantwortung dafür, wo dieser Hund landet.
Deshalb suche ich mir meine Welpenkäufer nicht „aus“, um zu bewerten oder auszusortieren. Ich tue es, um zu verstehen.
Wie lebt dieser Mensch?
Was erwartet er vom Hund – und was ist er bereit zu geben?
Passt dieser Welpe wirklich in dieses Leben?
Nicht jeder gute Mensch ist automatisch der richtige Mensch für jeden Hund. Und nicht jeder Hund passt in jede Lebensrealität – so sehr man es sich auch wünscht.
Ein Dalmatiner ist kein Accessoire. Kein Wunschprojekt. Kein Hund, der sich einfach anpasst. Er bringt Energie, Sensibilität, Eigenständigkeit – und er fordert Liebe, Präsenz, Zeit, und Ehrlichkeit.
Wenn ich Fragen stelle, dann nicht aus Misstrauen, sondern aus Fürsorge. Für den Hund. Und letztlich auch für den Menschen. Denn eine falsche Entscheidung schadet beiden Seiten.
Ein Welpe verlässt meine Zucht nicht als Ware, sondern als Verantwortung, die ich weiterreiche. Und diese Verantwortung gebe ich nur dort ab, wo ich spüre:
Hier wird dieser Hund gesehen.
Nicht nur jetzt – sondern auch in fünf, zehn, zwölf Jahren.
Loslassen ist nie leicht.
Aber richtig loslassen kann man nur, wenn man weiß, wohin.








